Gaffelketsch Klaus Störtebeker III

1921 wurde die Gaffelketsch TS "Klaus Störtebeker III" als "Bille III" auf der Schierhorn-Werft in Cranz/Elbe aus soliden, schweren Hölzern gebaut. Ihre Rumpflinien und Takelage gehen auf die traditionelle Schiffbauweise der Jahrhundertwende zurück.

Technische Daten
Typ / Baujahr / Segelfläche2-Mast-Gaffelketsch / 1921 / 120 qm
Länge ü.a. / Breite15,60 m / 3,70 m
Tiefgang / Verdrängung1,90 m / 13 BRZ/m³
Antriebsart / LeistungDieselmotor / 40 kW

Von 1934 bis 1967 lief die Yacht als "Das Wappen von Bremen" für die Segelkameradschaft Wappen von Bremen, die mit ihr u. a. das englische Burnham-Rennen gewann. Das Schiff war ein erfolgreicher Hochseesegler und gewann damals außerdem den Kronenkompass des Kapitäns Ludwig Schlimbach für eine Reise nach Vigo.

ein Bild der Störtebeker Aus dieser Zeit stammt der reich verzierte Spiegel des Schiffes, ein Werk des Holzbildhauers Hellmut von Rucketesche. Er zeigt in altem Schnitzwerk das Bremer Wappen mit zwei Löwen - einer trägt den Bremer Schlüssel, der andere das Wilhelmshavener Wappen mit dem Rüstringer Friesen. Dieser reiche Holzschmuck ist das Wahrzeichen der "Klaus Störtebeker III", einem echten noch segelnden Oldtimer mit der einzigartigen Atmosphäre eines traditionellen, stilvollen und seetüchtigen Holzschiffes, das sich auf vielen Seereisen bewährt hat.

Nächster Eigner der Gaffelketsch war ein Privatmann in Wilhelmshaven.
1981 sah eine Gruppe von Schiffsliebhabern das Boot in einem bedenklichen Zustand. Sie übernahm das Schiff, gründete die "Segelkameradschaft Klaus Störtebeker Wilhelmshaven e.V." und setzte sich zum Ziel, die notwendigen Mittel für eine Restaurierung zu sammeln. Baupläne waren erst nicht vorhanden; die Handwerkskunst des Bootsbauers war gefragt. Realisiert wurde schließlich die originalgetreue Restaurierung von der Bootswerft Iken in Wilhelmshaven. Die Restaurierungskosten von damals mehr als 500.000 DM wurden aus Spenden finanziert. Unter dem Namen "KLAUS STÖRTEBEKER III" hat die Gaffelketsch seither, überwiegend mit Jugendlichen als Besatzung, an vielen internationalen Regatten erfolgreich teilgenommen.

Unter Deck ist reichlich Raum für die Crew (max. 8 Kojen), für Ausbildung und Erholung. Selbstverständlich verfügt das Schiff über moderne nautische Einrichtungen und ist komplett für die große Fahrt ausgerüstet.


Gaffelschoner Germania

Die "GERMANIA" wurde 1981 auf der Sakuth Werft in Heiligenhafen in der Tradition der in der Ostsee weit verbreiteten Schoner gebaut. Nach einigen Reisen in der Ostsee blieb das Schiff für mehrere Jahre an der französischen Westküste.

die Störtebeker am Kai

Technische Daten
Typ / Baujahr / Segelfläche:Schoner / 1981 / 171,70 qm
Länge ü.a. / Breite:23,15 m / 4,69 m
Tiefgang / Verdrängung:2,40 m / 38 BRZ/m³
Antriebsart / Leistung:Dieselmotor / 88 kW

1998 kam die "GERMANIA" in den Besitz der Segelkameradschaft Klaus Störtebeker Wilhelmshaven e.V. Aus der ursprünglichen Eignerversion wurde in einem aufwendigen Umbau ein Schiff, das nun für das Segeln in Gruppen hervorragend geeignet ist. Dadurch kann sie nunmehr eines der Hauptanliegen der Segelkameradschaft, Jugendliche an das Seesegeln heranzuführen, erfüllen.

die Störtebeker auf See